Zwischen den Zeilen
suche ich nach mir.
Irgendwo dort
habe ich mich verloren.
Irgendwo dort
muss ich doch noch
Fußspuren finden.

Wir sind alle Farben.

Du bist Anfang und Ende.
Du bist Gegenwart und Zukunft.
Du bist das Blau und das Gelb.
Du bist.

Ich bin Leben und Loslassen.
Ich bin Sonne und Regen.
Ich bin das Weiß und das Rot.
Ich bin.

Wir sind das Jetzt und das Morgen.
Wir sind alle Farben.
Wir sind ich und du.
Wir sind.

Angekommen (Anne IX)

Angekommen. Angekommen war Anne noch lang nicht. Nun war sie schon eine ganze Weile an diesem Ort, er war ihr Zuhause geworden. Und doch dachte sie wieder darüber nach wegzugehen, weiter weg denn je. Dabei war sie gar keine Wanderin. Sie fühlte nur tief in ihrem Inneren, dass dies nicht der Ort war, der sie halten könnte. Da fehlte was. Etwas, was keinen Namen trug. 

Weißt du noch?

Weißt du noch,
wie wir am Flughafen standen,
wie wir aufeinander flogen und dann zueinander hin?

Weißt du noch,
wie wir unter Kirschblüten lagen,
am Kiosk eine Tüte voll mit Schlickersachen holten
und zusammen S-Bahn fuhren?

Weißt du noch,
wie wir zusammen in Italien das Meer besuchten,
Cappuccino tranken
und Quellen suchten?

Weißt du noch,
wie wir am Crêpestand warteten,
und du mir die drei Worte ins Ohr flüstertest?

Weißt du noch,
wie wir im Bett lagen
und so für immer bleiben wollten?

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